Humanistische Lebenskunde

Humanistische Lebenskunde – was ist das?

Humanistische Lebenskunde knüpft an vorhandenes Wissen an und erweitert es um eine ethische Dimension. Humanistische Lebenskunde orientiert sich an den Erfahrungen, Gefühlen und der Gedankenwelt der SchülerInnen und stellt diese in den Mittelpunkt des Unterrichts. Die SchülerInnen werden ermuntert, frei und im Dialog über sich und die Welt nachzudenken, um sich ihrer Verantwortung für das eigene Leben und ihrer Umwelt bewusst zu werden. Sie werden angeregt, Standpunkte aus nicht-religiöser, humanistischer Sicht zu entwickeln.
Die Humanistische Lebenskunde steht in der Tradition der Aufklärung. Grundlagen des Lebenskundeunterrichts bilden Erkenntnisse über Natur und Gesellschaft. Es werden weltlich-humanistische Grundsätze und Werte vermittelt. Im Mittelpunkt stehen Verantwortung, Selbstbestimmung und Toleranz.
Um eine möglichst freie Auseinandersetzung mit diesen Themen und Fragen zu ermöglichen, wird im Lebenskundeunterricht auf Zensuren verzichtet.

 

Was passiert im Unterricht?

Lebensfreude und Lebensmut, Freundschaft, Erwachsenenwelt und Kinderalltag, Selbstvertrauen und Selbstbestimmung, Leben und Tod, Gefühle und der Umgang mit diesen Gefühlen, Umwelt und Umweltschutz, verschiedene Kulturen, Toleranz, Solidarität und Verantwortung sind nur einige der Themen des Schulfachs Humanistische Lebenskunde. Im Unterricht werden Grundsätze und Werte einer humanistischen Lebensauffassung in einer verständlichen Form vermittelt.
Die Themen werden didaktisch und methodisch altersgerecht aufgearbeitet. Die Freude am Lernen und Entdecken steht im Mittelpunkt jeder Unterrichtsstunde. Es wird philosophiert, diskutiert, Collagen gestaltet, Theater gespielt, gebastelt und gemalt, in den ersten Klassen werden Geschichten vorgelesen und in den höheren Klassen lernen die Kinder ausgewählte Filme kritιsch zu reflektieren und zu analysieren. Die Diskussion der Unterrichtsthemen übt das Argumentieren in der Gruppe ein. Pädagogische Spiele werden eingesetzt, so wird das soziale Verhalten trainiert. Mit Basteln wird die Fantasie angeregt und die Feinmotorik entwickelt. In der Gruppenarbeit können die SchülerInnen das Tempo selbst bestimmen.
Im Lebenskundeunterricht geht es vor allem um die Vermittlung gesellschaftliche Werte. Es werden Themen behandelt, die für die Entwicklung des sozialen Verhalten der Kindern wichtig sind: Aufeinander achten und einander respektieren.

 

Wer kann teilnehmen?

Der Lebenskundeunterricht steht allen SchülerInnen offen. Voraussetzung ist eine schriftliche Anmeldung. Die Anmeldeunterlagen erhalten die SchülerInnen von den Lebenskundelehrkräften.

 

Humanistischer Verband Deutschlands

Für die Durchführung des Unterrichtsfachs Humanistische Lebenskunde ist der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg verantwortlich. Inhaltliche Grundlage für den Unterricht ist der Rahmenlehrplan für den Lebenskundeunterricht. Sie finden diesen und weitere Informationen unter lebenskunde.de

 

 

Religionsunterricht

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

wenn Ihr Kind in die Schule aufgenommen wird, betritt es einen neuen Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum. Es braucht auf seinem Weg Begleitung und Verständnis von Zuhause und der Schule.

Kinder stellen große Fragen: Woher kommt die Welt? Warum leben wir? Wo kommen wir hin, wenn wir tot sind? Wie sieht es im Himmel aus? Warum kann man Gott nicht sehen? Die Fragen verändern sich im Lauf ihrer Entwicklung. Was aber bleibt: Kinder fragen über das Sichtbare hinaus. Ihre Fragen haben mit Religion zu tun. Der Religionsunterricht, den es an der Schule gibt, fördert eine Grundhaltung des Staunens, des Respekts und der Toleranz.

Wenn Sie es mit einer Anmeldung wollen, kann im Stundenplan Ihres Kindes für eine oder zwei Stunden in der Woche das Unterrichtsfach RELIGION stehen. Der Unterricht geht auf alle Weltreligionen und Konfessionen ein. Das Ziel ist eigene und fremde Kulturen, Traditionen und Werte besser zu verstehen. Niemand muss vorher oder hinterher an Gott glauben, Mitglied einer Religionsgemeinschaft sein oder werden und der Unterricht ist kostenfrei. Keine Daten werden weitergegeben. Voraussetzung ist nur das Interesse an diesen Fragen.

Darum ist der Religionsunterricht wichtig:

  • Er nimmt die religiösen Fragen Ihrer Kinder ernst und unterstützt sie bei ihrer Beantwortung.
  • Der Religionsunterricht ist ein Bildungsangebot in der Schule, weil Schülerinnen und Schüler ein Recht auf IHRE Religion und auf religiöse Bildung haben.
  • Der Religionsunterricht fördert interreligiöses Lernen und leistet einen Beitrag zur Verständigung in einer pluralen, multikulturellen Gesellschaft.

 

Ich grüße Sie herzlich und freue mich auf die Fragen Ihrer Kinder,

Hans-Joachim Meyer
Religionslehrer